Das alte Berlin

Kurios oder? Das alte Berlin ist in Planung? Das ist Berlin! Hier ticken die Uhren eben etwas anders und somit ist es wahr, denn da wo heute eigentlich nichts ist, ist Berlin einmal aus dem Ei gekrochen, genauer gesagt am Petriplatz und der näheren Umgebung, damals noch als Doppelstadt Berlin-Cölln, daher auch der Name von "Neukölln", wer sich das schon einmal gefragt hat. Es hat nichts mit der reinischen Dommetropole zu tun.
Kommen wir mal zu einer Übersicht, die ich euch in Bildform geben möchte, gefunden in einem wunderbaren Artikel des Tagesspiegels:

Hier ist der Ort, wo es richtig spannend wird, wo es am ältesten ist und wo Berlin es schaffen kann, wieder sowas wie eine Altstadt zu entwickeln, auch wenn viele denken das ist die Friedrichstadt. Oder doch der Kuhdamm? Oder die Linden? Oder.. Naja ihr seht. Es gibt keine Mitte, ist auch schwer in einer Stadt die Zerstört wurde und in 2 teilen aufgebaut wurde. Doch Gott sei dank, hat man genau diesen Teil fast unangetastet gelassen, dadurch bieten sich hier nun enorme Möglichkeiten! Schauen wir doch mal auf das Bild:
Angefangen hat es mit Berlin wenn man vom "Bindestrich nach unten geht", wie es der Artikel so schön sagt, genauer gesagt da, wo das Gebäude mit dem braunen Buddelkasten ist, da ist das Zentrum Berlins, der Petriplatz. Einst stand hier die Petrikirche auf dem Petriplatz, so heisst er immernoch, geht aber im Dunst der stark befahrenen Leipziger Straße mehr oder weniger unter. Der Buddelkasten sind Ausgrabungen von Archaeologen, die dort eine alte Schule gefunden haben und genau das nimmt man sich jetzt zum Profit. Am Petriplatz soll ein Archaeolgisches Zentrum entstehen sowie ein Gotteshaus für alle 3 Religionen. Visualisierungen dafür:

Archäologisches Zentrum Plan

Archäologisches Zentrum Entwurf

Gottes-WG Entwurf

Alle Fakten zu diesen Gebäuden nachzulesen hier:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/mitte-besucherzentrum-mit-knochenhaus,10809148,21182386.html
http://www.berliner-zeitung.de/kultur/berlin-mitte-die-gottes-wg,10809150,17899086.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/archaeologisches-zentrum-nimmt-gestalt-an/7544216.html

So könnte der Petriplatz wieder gestalt annehmen. Aber das war ja nicht das Ende der Fahnenstange, eher der Anfang. Wenn man sich das Bild von oben noch einmal anschaut und bedenkt das auf der grünen Fläche weiter oben und dem Buddelkasten daneben gerade das Stadtschloss wächst, dadrunter ein gebilde aus 3 Hinterhöfen, Läden, Hotel und Wohnungen entsteht welches auch das alte Kaufhaus Hertzog mit einschliesst mit Zugang von der Breiten-Straße, der Neumannsgasse, der Brüderstraße und dem Petriplatz, dann hat man am Ende in greifbarer zeitlicher Nähe ein ganz neues Viertel mit Plätzen, Hinterhöfen und Gassen die auch noch Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten bieten, sprich urbanes Leben, eine traumhafte Vorstellung.
Schauen wir nochmals auf das Bild oben, dann sehen wir ganz oben am linken Rand die Friedrichwerdersche Kirche und seine Umgebung. Auch hier soll etwas passieren im Sinne des alten Berlins. Hier entstehen die Kronprinzengärten, ein Bauprojekt was Luxuswohnungen aber auch wieder Geschäfte und Gastronomie beinhaltet. Das schönste daran wird wohl die Wiederbelebung der Falkoniergasse sein, die das Projekt umschliesst. Auf der anderen Seite, wo jetzt der Schinkelplatz neu hergestellt wurde und eine große Grünfläche ist, soll ein weiteres Quartier entstehen um die Gegend abzurunden. Visualisierungen zu den beiden Projekten:

Schinkelplatz Entwurf

Kronprinzengärten

Falkoniergasse Kronprinzengärten

Kronprinzengärten Entwurf

Kronprinzengärten Übersicht

Eine doch sehr ansehnliche Vorstellung wie ich finde, auch wenn es sich natürlich um Luxusappartments handelt, aber solange unten auf der Straße genug Gastronomie und Geschäfte zu finden sind, sollte das den normalen Besucher nicht stören, es geht ja ums flanieren. Hier der passende Artikel dazu:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/zwischen-opernpalais-und-friedrichswerderscher-kirche-neue-luxuswohnungen-in-mitte-werden-gebaut/3845416.html

Gucken wir nun ein weiteres mal auf die Karte weiter nach rechts, über die Spree hinaus, da sehen wir das süße Nikolaiviertel und das Klosterviertel mit dem Stadthaus. Auch hier gibt es Pläne für. Das Nikolaiviertel soll etwas anders partitioniert werden, soll aber im Grunde so bleiben, aber man will es besser einbinden ins Stadtgeschehen. Und genau das versucht man, indem es nicht nur später an das Marienviertel / Marx-Humboldt-Forum angrenzt, sondern auch an das Klosterviertel. Dazu soll in nächster Zeit die Mühlendamm/ die Grunerstraße verlegt werden, bzw. umgelegt werden. Die Straße soll nicht einen großen Knick machen wie bisher, sondern stattdessen etwas schmaler gemacht werden und entlang des Rathauses führen, sodass der Platz vor dem Stadthaus groß genug wäre für ein neues altes Viertel: Der Molkenmarkt.

http://www.morgenpost.de/berlin/article1125075/Gruene-Hoefe-sollen-Berlins-triste-Mitte-aufwerten.html

Hier eine Grafik wie das ganze einmal aussehen könnte:

Das Klosterviertel bietet neben dem Stadthaus auch noch andere schöne Dinge. Die Parochialkirche, welche bald einen neuen Turm erhält sowie die kleinen Gassen wo auch Berlins ältestes Restaurant anzufinden ist. Im Zusammenzug mit dem Nikolaiviertel und der neuen Ecke um den Petriplatz auf der anderen Flussseite und dem Marx Engels Forum/Marienviertel könnte dies alles wieder das alte Berlin werden und das in einem mittelfristigen Zeitraum. Darauf bin ich wirklich gespannt! Hier hat man die Möglichkeit etwas altes im Herzen einer Weltmetropole nach modernen Gesichtspunkten zu gestalten und aufleben zu lassen. Einzigartig auf der Welt!

Quellen&Links:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlins-historische-mitte-das-coelln-comeback/7619098.html
http://www.kronprinzengaerten.de/#/de
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/molkenmarkt/

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