Neues Stadtzentrum am Zoo

Stadtzentrum Zoo

Wenn es nach den Plänen von Architekt Kleihues und Ex-Bundesbauchef Florian Mausbach geht, soll das Gebiet hinter dem Bahnhof Zoo entwickelt werden, also auch da wo einst das Riesenrad gebaut werden sollte bis hin zum Landwehrkanal, 120000m2 umfassend.

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„Wir kennen die Pläne und fänden es gut, das Gebiet neu zu ordnen“, sagte Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) auf Anfrage." Er begrüßt den Vorschlag auch deshalb, weil auch der Neubau von Wohnungen vorgesehen ist. Bisher waren auf diesem Gebiet keine Hochhäuser geplant, wie Müller auf eine frühere Anfrage der Grünen im Abgeordnetenhaus erklärt hatte. Doch das muss nicht das letzte Wort sein. Der für Stadtentwicklung zuständige Bezirksstadtrat Marc Schulte (SPD) jedenfalls hofft, dass eine Diskussion über die Pläne zur Entwicklung eines ganz neuen „Masterplans“ für das Areal führt."

Größte Teile des Gebiets gehört dem Bund oder Berlin, das Grundstück des Riesenrades müsste vom Investor zurückgekauft werden, was aber wohl sowieso geplant war.

„Der neue Hauptzugang soll an der Hardenbergstraße zwischen Berliner Bank und Verwaltungsgericht entstehen“, sagt Mausbach. Dort steht zurzeit noch eine „Parkpalette“, die durch eine Tiefgarage ersetzt werden könne. Besucher würden von dort auf das neu geplante „Wahrzeichen für die City West“ zusteuern, einen etwa 179 Meter hohen Turm, der wie ein „Campanile“ auf einem freien öffentlichen Platz den Mittelpunkt eines neues Geschäftsviertels bilden könnte.

Nördlich der Hertzallee, die das Planungsgebiet in zwei Teile zerschneidet, könnte eine „Mischung aus Savignyplatz und Hansaviertel“, aus Tradition und Moderne entstehen, mit weiteren nicht ganz so hohen Türmen, erläutert Mausbach. Die Lage ist gut: mit dem Wasserlauf im Norden und dem Zoologischen Garten im Osten. Voraussetzung für diesen Teil der Pläne wäre allerdings ein Rückkauf des Grundstücks von den Investoren, die dort einst ein Riesenrad geplant hatten. „Das wäre für eine Neuordnung des Areals wichtig“, sagt Bausenator Müller.

Von dem Interesse her sollte das Projekt realistisch sein, das zeigt das rege Bauaufkommen derzeit in der City-West um den Breidtscheidplatz und Kuh'damm. Auch das Gebiet gegenüber des Waldorf Astorias wird angesprochen, also die in die Jahre gekommende Häuserzeile vom Beate-Uhse-Museum bis zum ehemaligen A&O-Hostel-Klotz, der immernoch ein Dorn im Auge ist, in nächster Zeit aber renoviert bzw. erneuert werden soll, je nachdem.

Das erstaunlichste an der Entwicklung der City-West ist, dass man damals dachte, wenn ein Zentrum mit Skyline entstehen könnte, dann am Alex. Jetzt sieht es so aus, als würde der gute alte Kuh'damm das Rennen machen oder vielleicht doch beide? Was wäre das schön, wenn man die alte City-Ost und City-West sich gegenüber stehen sehen würde. Ich hoffe ebenfalls, dass die Deutsche Bahn nun mit ihren Plänen zur Sarnierung des Bahnhof Zoos und dem Hardenbergplatz aus der Tüte kommt, denn nach den neusten Entwicklungen sollte auch sie erkennen, dass dort Handlungsbedarf ist.



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