Bauten im Regierungsviertel

Zukunftsmusik und Regierungsviertel. Tja, das ist weit weniger Zukunftsmusik als vielleicht ein Haufen riesiger Skyscraper am Alex, aber doch schon ein bisschen zu weit weg um es in den Bereich "In Planung" zu stecken.

Das greifbarste Projekt, neben den 4 derzeit im Bau befindlichen Bauwerken wird wohl das Besucherzentrum für den Reichstag sein um die provisorischen Container zu ersetzen, die derzeit den Eingang zum Reichstag bilden. Erste Überlegungen galten einem Unterirdischen Besucherzentrum wie am Weißen Haus in Washington, mittlerweile überlegt man aber auch, ob es keine preiswertere und sinnvollere Möglichkeit gibt. Man würde bei den Bauarbeiten nämlich auf Probleme wie den Tunnel der U55, der Kanzler-Ubahn stoßen. Überlegungen sind, das Besucherzentrum vielleicht in das Paul Löbe Haus einzubinden. Da ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.

Des weiteren ist anzumerken, dass wenn bald hoffentlich mal das Berlin-Bonn-Gesetz, schon allein aus Kostengründen, endlich abgesägt wird, weitere Ministeriumsneubauten notwendig werden um Platz für alle Bonner zu schaffen. Wer aufmerksam auf die Karte schaut oder einfach durch das Regierungsviertel geht, merkt das da noch genug Platz ist, der zwar einerseits das Band des Bundes erkennbar macht, aber eine Randbebauung an der Spree oder auf einigen Feldern noch ermöglicht. Hier mal eine Grafik:

Übersichtskarte

Punkt 1: Bundesministerium des Inneren
Punkt 2: Haus der Zukunft
Punkt 3: Bundesminsterium für Forschung und Bildung
Punkt 4: Erweiterung des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
Kleine umrandete Fläche: Mögliche Bebauung für Ministerien. Ich meine ich habe da in einem Masterplan auch mal ein Gebäude gesehen.
Große umrandete Fläche: Hier ist noch genug Platz, besonders an der Spree entlang. So hätte man die Spree beidseitig bebaut und gleichzeitig einen Abstand zum Band des Bundes, sodass dieser weiter deutlich erkannbar ist.

Ein weiterer Punkt, der auch von der Politik schon einmal angesprochen wurde ist folgender: Wie kriegt man das Regierungsviertel etwas urbaner? Es soll zwar kein Kirmesplatz werden, aber so ein gut gelaunter Eisverkäufer im Sommer, der die Gesichter der sich für Politik kein deut interessierenden Kinder aufhellt, wäre schon wünschenswert. Oder wie wäre es mit kleinen Pavillions für ein Cafe zum draussen sitzen, oder so etwas wie eine Info-Rally durch das Gebiet? Ich bin zum Beispiel selber noch nie im Kanzlergarten des Bandes gewesen, weil man da irgendwie garnicht so bewusst hingeht, es lädt ja auch kein Weg dahin richtig ein. Da gibt es doch sicher gute Ideen wenn man mal ein paar Leute drüber nachdenken lässt. Auch die in meiner Grafik schwarz markierten Gebiete, falls sie dann wirklich mal bebaut werden, könnten gleich urbaner gestaltet werden, einfach mal mit ein paar Verweilmöglichkeiten in Form von Cafés und Gastronomie, warum sollten nicht ein paar Berliner zusätzlich vom Touristrom leben können. Regierungsviertel 2.0. wurde es mal genannt in der Presse. Das passt!

Quellen&Links:

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/neubauten-im-regierungsviertel-auch-die-bonner-beamten-bekommen-bueros-in-berlin,10809148,21405720.html
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2011/11/neubau_bmi.html
http://www.bmbf.de/de/16888.php
http://www.berlin.de/rubrik/hauptstadt/politik-aktuell/111213.html

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